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Unser Preflight-Tool macht einen großen Sprung

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Unser Preflight-Tool macht einen großen Sprung

Schilder-Maletz
Dienstag 10 Feb 2026 · Lesezeit 4:30
Tags: ProjekteEinblickeSchilderMaletzWeimarPreflightToolgroßerSprung
BoardingCheck
BoardingCheck v4.0 – unser Preflight-Tool macht einen großen Sprung
 
Wer uns schon länger kennt, weiß: Druckdaten-Fehler kosten Zeit, Nerven und Material. Genau deshalb haben wir vor einiger Zeit BoardingCheck entwickelt – ein hauseigenes Tool, das PDFs vor dem Druck automatisch auf typische Probleme prüft. Nach dem letzten Beitrag zur Version 2.4 hat sich hinter den Kulissen eine Menge getan. Es gab zwischenzeitlich auch eine Version 3 – die allerdings nie den Weg in den produktiven Einsatz fand, dazu gleich mehr. Mit Version 4.0 ist BoardingCheck nun von einem soliden Werkzeug zu einem echten Preflight-Profi geworden.
 
Was war bisher – und warum ein großes Update?
 
BoardingCheck prüft PDFs auf alles, was im Druck schieflaufen kann: fehlende Beschnittzugabe, zu niedrige Bildauflösung, nicht eingebettete Schriften, Haarlinien, falsche Farbräume. Das Ergebnis gibt es als übersichtlichen Score (0–100), Ampel-Status und detaillierten Report.
 
Version 2.4 war für unsere tägliche Arbeit bereits sehr hilfreich. Aber je mehr wir das Tool im Einsatz hatten, desto mehr Ideen kamen: Was, wenn der Rand gar nicht bis zum Blattrand geht – braucht die Datei dann wirklich Beschnitt? Kann man CutContour-Stanzlinien direkt in der Vorschau sehen? Und wie wäre es mit einem vernünftigen Rechtsklick-Menü?
 
Die Antwort auf all das: Version 4.0.
BoardingCheck Oberfläche
 
Die wichtigsten Neuerungen im Überblick
 
  • Intelligente Beschnitt-Erkennung: Bisher wurde immer eine Warnung ausgegeben wenn keine BleedBox vorhanden war – egal ob der Inhalt überhaupt bis an den Rand ging. Jetzt rendert BoardingCheck die Seite kurz in niedriger Auflösung und prüft, ob im 3-mm-Randbereich tatsächlich Inhalt vorhanden ist. Ist der Rand weiß, entfällt die Warnung und der Punktabzug – denn dann braucht die Datei schlicht keinen Beschnitt.
 
  • Schriftgrößen-Check: BoardingCheck erkennt jetzt die kleinste Schriftgröße auf jeder Seite und stellt sie dem empfohlenen Mindestwert gegenüber – abhängig vom jeweiligen Druckverfahren und Betrachtungsabstand. Für Plotter-Dateien prüft das Tool zusätzlich, ob Schriften in Pfade umgewandelt wurden (Fonts outlined).
 
  • CutContour-Overlay in der Vorschau: Für Stanz- und Schneidedateien zeigt die Vorschau jetzt auf Knopfdruck, wo sich CutContour-Sonderfarben befinden – gelb gestrichelt hervorgehoben, direkt über dem Seitenbild. Das spart das manuelle Öffnen in Illustrator oder Acrobat, um zu prüfen ob die Stanzlinie korrekt platziert ist.

  • Farbige Problemmeldungen: Im "Probleme"-Tab werden FEHLER jetzt mit rotem, WARNUNGEN mit orangem Badge hervorgehoben. Hinweise treten optisch zurück. So erfasst man auf einen Blick, was wirklich kritisch ist.
 
  • Rechtsklick-Kontextmenü in der Dateiliste: Dateien lassen sich jetzt per Rechtsklick direkt einzeln analysieren, im Windows Explorer öffnen oder aus der Liste entfernen. Klingt klein, spart aber im Alltag viel Zeit.
 
  • Korrupte und passwortgeschützte PDFs: Statt einem kryptischen Absturz gibt es jetzt eine verständliche Fehlermeldung mit konkretem Hinweis – ob die Datei ein Passwort hat oder beschädigt ist und repariert wurde.
 
  • Splash-Screen und eigenes Icon: BoardingCheck hat jetzt ein eigenes Erscheinungsbild – mit Startbildschirm und Icon in Taskleiste und Titelleiste. Kleine Details, die das Tool professioneller wirken lassen.
BoardingCheck Oberfläche
 
Warum v4.0 – und was wurde aus Version 3?
 
Version 3 existiert – aber sie hat nie jemand außerhalb unseres Teams zu Gesicht bekommen. Der Grund: Wir haben im Zuge dieser Überarbeitung die komplette technische Basis ausgetauscht. BoardingCheck 2.4 war noch mit Tkinter gebaut, dem Standard-GUI-Framework das Python mitbringt. Tkinter ist solide, aber in Sachen Optik und Bedienkomfort hat es klare Grenzen – dunkles Theme, moderne Widgets, flüssige Vorschau: alles schwierig.
 
Version 3 war der Versuch, das auf PySide6 umzubauen – einem professionellen UI-Framework das auch hinter großen kommerziellen Anwendungen steckt. Dieser Umbau war aufwändiger als erwartet und brachte einige Baustellen mit sich, die wir lieber sauber lösen wollten bevor das Tool in den Alltag geht. Version 3 blieb intern.
 
Version 4.0 ist das Ergebnis: PySide6 als Basis, komplett neu strukturierte Analyse-Engine, überarbeiteter Report-Generator, Threading damit die Oberfläche beim Analysieren nicht einfriert – und all die neuen Features obendrauf. Der Versionssprung von 2.4 auf 4.0 ist also keine Marketingentscheidung, sondern spiegelt wider wie viel sich unter der Haube verändert hat.
 
Was bedeutet das für unsere Kunden?
 
BoardingCheck ist ein internes Werkzeug – unsere Mitarbeiter prüfen damit eingehende Druckdaten bevor sie in die Produktion gehen. Aber die Konsequenz spüren unsere Kunden direkt: weniger Rückfragen, schnellere Freigaben, und vor allem keine bösen Überraschungen wenn der Auftrag schon auf der Maschine liegt.
 
Wer uns seine Daten schickt, kann sicher sein: Sie werden geprüft – gründlich, automatisch und mit einem System, das wir selbst täglich weiterentwickeln.
 
Wie geht es weiter?
 
Die nächsten Ideen liegen schon auf dem Tisch: ein Überdrucken-Check, Tintendeckungswarnung bei zu hoher Gesamtdeckung, und vielleicht irgendwann eine Version die direkt aus dem Produktionsworkflow heraus aufgerufen werden kann. BoardingCheck wächst mit unseren Anforderungen – und das wird auch so bleiben.
 
Haben Sie Fragen zu Druckdaten oder möchten wissen, was bei Ihrer PDF zu beachten ist? Sprechen Sie uns einfach an – wir helfen gerne.


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